Das in der Schweiz am meistverbreitendste Linux-Derivat
Mausrad funktioniert nicht
Bezieht sich auf die Version 8.04
Tippe folgende Zeichenfolge ins Terminal:
sudo gedit /etc/X11/xorg.conf
Du wirst nach dem Passwort aufgefordert.
Die Datei xorg.conf öffnet sich im Programm gedit.
Suche die Maus-Sektion die wie folgt aussieht:
Section "InputDevice"
Identifier "Configured Mouse"
Driver "mouse"
Option "CorePointer"
Option "Device" "/dev/input/mice"
Option "Protocol" "ps/2"
Option "ZAxisMapping" "4 5"
Option "Emulate3Buttons" "true"
EndSection
Ändere die Zeile "Protocol" "ps/2" nach "Protocol" "IMPS/2"
Schliesse alle Anwendungen und starte den X-Server mit folgender Tastenkombination neu:
ctrl + alt + backspace
Wie nehme ich unter Ubuntu Hardy Heron das Mausrad in Betrieb?
Über das Terminal (oder ein Doppelklick auf das dazu vorbereitete Skript) lässt sich die Uhrzeit im nu mit dem Timeserver synchronisieren:
Terminal starten
Eingabe "sudo ntpdate ntp.univ-lyon1.fr
ENTER und Passwort eingeben
Die Uhrzeit ist synchronisiert.
Bemerkung: Anstelle des hier verwendeten Timeservers der Uni in Lyon (ntp.univ-lyon1.fr) kann ein beliebiger Timeserver verwendet werden.
Wie kann man manuell die Synchronisation mit einem Timeserver zwingen? Mein Ubuntu läuft als virtuelle Maschine. Wenn ich den Host in den Standby-Modus schalte, zählt die Uhrzeit nicht weiter, sodass beim Wiedereinschalten des Hosts die Uhrzeit im Gast (Ubuntu) noch dieselbe ist wie beim Standby-gehen.
Linux Loader, kurz LILO, wird auch Super Grub Disk genannt und ist
bootbar von einer CD-ROM, einem USB-Stick oder sogar einer Diskette.
Der Vorteil dabei ist, dass so ein Boot-Image absolut sicher ist in der
Installation. Der bishet vorhandene Bootprozess vom alten
Betriebssystem wird dabei nicht überschritten, daher kann man immer
noch darauf zugreifen. Der Nachteil ist, dass dieses Boot-Image beim
Start angeschlossen oder im Laufwerk sein muss, weil sonst das
"normale" Betriebssystem startet. Um es auf eine Diskette oder eine
CD-ROM zu installieren, wird eine leere, formatierte Diskette oder
CD-ROM benötigt. Zudem geht dies nur, wenn im BIOS das Boot-Image des
Systemstarts eingestellt ist. Wenn das Boot-Image beim Computerstart
nicht angenommen wird, dann muss es in den BIOS-Einstellungen verändert
werden. Eine andere Variante besteht darin, den LILO in den
Bootsektor der Festplatte zu installieren. Diesen Bootsektor nennt man
auch Master Boot Record oder kurz MBR. Diese Installation kann aber zu
Inkompatibilitäten führen mit bereits installierten Betriebssystemen,
wie zum Beispiel das Betriebssystem XP und die erste Fesplatte keine
FAT-Partition ist oder wenn SCSI-Festplatten verwendet werden. Wenn
alles geklappt hat, sollte beim Computerstart eine Eingabeaufforderung
erscheinen, bei der das Betriebssystem gewählt werden muss.
Publiziert am: 30.09.2009
Terminal (bash)
Wie lauten die meist verwendetsten bash-Befehle?
df (disk free) Speicherbelegung von Dateien ermitteln
"df -h" zeigt die Blockgrösse in lesbarer Form, z.B. 1K, 12M, 18G
free Speicherbelegung des Arbeitsspeichers ermitteln
"free -k" zeigt die Menge des Arbeitsspeichers in Kilo-Byte an
du (disk usage) Speicherbelegung von Verzeichissen ermitteln
"du -m" zeigt die Speicherbelegung von Verzeichnissen in Mega-Bytes an
mv Dateien und Verzeichnisse umbenennen oder verschieben
"mv -b Datei Zieldatei" erstellt ein Backup von der Zieldatei
clear Shell "löschen"
Die Alternative zu "clear" ist "STRG +L"
exit Shell beenden/schliessen
Mit "exit" wird der aktuelle Terminal beendet
cd Wechselt das Verzeichnis
"cd Verzeichnis" und man wechselt in das angegebene Verzeichnis
cat Öffnen von Dateien
"cat Datei" öffnet die angegebene Datei
mkdir Erstellt ein neuen Verzeichnis
"mkdir NAME DES VERZEICHNIS" erstellt ein neues Verzeichnis
touch Erstellt eine neue Datei
"touch NAME DER DATEI erstellt eine neue Datei
rm Löscht Dateien
"rm -i Datei" verlangt zuerst eine Bestätigung und anschliessend wird die Datei gelöscht
rmdir Löscht Verzeichnisse
"rmdir VERZEICHNISSNAME" entfernt das Verzeichnis
alias definiert eine Abkürzung
"alias Abkürzung=Befehl" z.B. "alias rd=rmdir". Wird nun "rd" eingegeben, ist dies der "rmdir" Befehl.
Publiziert am: 29.09.2009
vi
vi, elvis oder auch vim sind Editoren im Terminal von Ubuntu. Wenn man das Kommando vi ausführt, bewirkt es den automatischen Start von vim oder elvis. Für Einsteiger stellt er kaum die erste Wahl dar, weil er der geführchtetste und dennoch leistungsfähigste Editor in Linux ist. Er ist sehr kompakt und steht auch dann zur Verfügung, wenn kein anderer Editor läuft. Standartmässig ist vi auf jedem Unix-System zur Verfügung, deshalb wird vi von diversen Programmen automatisch als Editor aufgerufen. vi lässt sich ganz leicht bedienen. Die Tastenkürzel sind:
Tastenkürzel
I
wechselt in den Insert-Modus (Editiermodus)
Esc
beendet den Insert-Modus (Editiermodus)
H
Cursor-Bewegung links
L
Cursor-Bewegung rechts
J
Cursor-Bewegung ab
K
Cursor-Bewegung auf
X
löscht Zeichen
DD
löscht die aktuelle Zeile
P
gelöschte Zeile an der Cursor-Position einfügen
U
generelles Undo
:
wechselt in den Complex-Command-Modus
Complex-Command-Modus
:w name
speichert den Text unter einem neuen Namen
:wq
speichert und beendet den vi
:q!
beendet den vi, ohne zu speicher
:help
startet die Online-Hilfe
Publiziert am: 30.09.2009
Grafische Benutzeroberfläche
Was sind die Besonderheiten von Linux?
In Linux wird grundsätzlich nur in der Textkonsole oder unter X gearbeitet. X bedeutet X Window System und stellt die grafische Benutzeroberfläche in Linux dar. KDE und Gnome haben dieses X Window, das im Hintergrund läuft.
KDE
Der KDE-Desktop wird am Buchstaben K erkannt und ist der Ausgangspunkt für das KDE-Startmenü. KDE orinert sich stark an Windows. Es gibt eine so genannte Kontrollleiste, bei dem Programme gestartet und verlassen werden können. Auch gibt es eine Programmleiste, die für jedes laufende Programm ein Icon anzeigen. Diese Icons sind in der Programmleiste integriert und ermöglichen den raschen Wechseln zwischen den Programmen wie in Windows.
Der Unterschied von KDE zu Windows besteht darin, dass KDE auch den Begriff von Arbeitsflächen kennt. Es sind meist vier Desktops vorgesehen. Der Sinn von diesen Arbeitsflächen besteht darin, unterschiedliche Programme in unterschiedlichen Arbeitsflächen auszuführen. Dies verhindert Chaos von etlichen Fenstern, die sich überlagern.
Die mittlere Maustaste führt bei KDE zu einem Menü, in dem alle laufenden Programme aufgezählt werden. Die rechte Maustaste führt in ein Menü mit einigen elementaren KDE-Kommandos.
Zu den wichtigsten Programmen von KDE zählt der Konqueror. Der Konqueror ist ein Universalprogramm, das die Funktionen eines Web- und Hilfebrowsers sowie die eines Datei-Managers übernimmt. Am einfachsten wird dieses Programm durch das Icon WWW ausgeführt, aber es gibt auch andere Wege.
Gnome
Gnome erkennt man am Fussabdruck-Symbol für das Startmenü. Es ist ähnlich wie KDE, weil es viele Ähnlichkeiten zu Microsoft Windows hat.
Ebenfalls durch die Kontrollleiste wird Gnome gesteuert, aber es enthält auch das Startmenü und einige Icons zu den wichtigsten Programmen.
Wie auch im KDE hat Gnome 4 Arbeitsflächen, die aus dem gleichen Grund integriert sind. Ebenfalls haben die mittlere und rechte Maustaste die gleiche Bedeutung in Gnome wie auch in KDE.
Seit der Version 1.4 zählt zu den wichtigsten Gnome-Programmen Nautilus. Dabei handelt es sich um das Gegenstück vom Konqueror. Nautilus dient als Datei-, Hilfe- und Webbrowser. Das Programm kann über das Startmenü per Klick auf das Haus-Icon gestartet werden.
Textkonsole
Microsoft Windows läuft grundsätzlich im Grafikmodus. Linux hingegen ist es gerade das Gegenteil. Um Linux einfacher zu machen, wurde aber das X Window System eingeführt, damit ein bisschen Grafik vorhanden ist und es die Arbeit erleichtert. Ältere Rechner mit Linux besitzen dieses X Window System nicht.
Normalerweise stehen 6 Textkonsolen zur Verfügung, die man mit Alt+F1 bis Alt+F6 aufrufen kann. Bevor aber in der Textkonsole gearbeitet werden kann, muss man sich zuerst einloggen. Wenn die Konsolenarbeit fertig ist oder man sich unter einem anderen Namen anmelden möchte, muss man sich wieder ausloggen. Hierfür nützt Strg+D.
In jeder Konsole kann etwas anderes gemacht resp. individuell gearbeitet werden. Es ist auch möglich, eine Konsole als root anzumelden, damit die kompletten Administrationsrechte freigeschaltet werden. Dies wird Multitasking-Betrieb genannt.
Kommandos, Dateien und Verzeichnisse
Weil Linux mit der Zeit auch grafischer wurde, nahmen die Bedeutungen von den textorientierten Kommandos ab. Zum Beispiel kann im grafischen Bereich eine Datei verschoben werden wie es einem gefällt. Dies geht auch über die Textkonsole mit dem Befehl mv. Wer etwas geübt ist, nutzt allgemein die Befehle, dank alias geht das noch schneller.
Zum ausführen eines Kommandos wird einfach der Kommandoname benötigt, einige Parameter und anschliessend Enter.
Vor dem # oder $ steht das aktuelle Verzeichnis in dem gerade gearbeitet wird.
Wenn das Kommando zu lang für die Seite ist, wird es über mehrere Zeilen verteilt. Diese Zeilen werden mit dem getrennt. Zum Beispiel:
find /home -group users
-ctime -5
Mit cd wird das aktuelle Verzeichnis gewechselt. Mit pwd wird das aktuelle Verzeichnis angezeigt. Die Trennzeichen der Verzeichnisse werden mit einem / dargestellt und nicht wie bei Microsoft Window mit einem .
Die Anzeige des Heimatverzeichnisses oder Home-Verezichnisses dient lediglich dem aktuellen User. Mit dem Befehl ls- können den andern Usern das Bearbeiten von Daten und sogar das Lesen der Daten verboten werden.
Mit ls kann das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Verzeichnisses angezeigt werden. Weitere Informationen werden mit ls -1 angezeigt. Zusätzlich muss die Option -a angegeben werden, wenn alle Dateien angezeigt werden sollen, weil ls keine Dateien anzeigt, die mit einem . anfangen.
Linux unterscheidet die Gross- und Kleinschreibung, also linux, Linux, LINUX sind 3 komplett verschiedene Dateien. Es können maximal 255 Zeichen an eine Datei vergeben werden.
cp ist für Dateien kopieren, mv nennt die Dateien um und rm ermöglicht das Löschen der Dateien. Es kann zudem das Joker-Zeichen genutzt werden. Bei diesem Zeichen muss aber aufgepasst werden, besonders im Umgang mit rm, weil plötzlich Dateien fehlen, die noch benötigt werden.
Für das Suchen von Dateien wird ganz einfach das Kommando find -name genutzt. Linux durchsucht dann sämtliche Verzeichnisse ab, um die Datei zu finden.